Deep End
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Short story

Ausgesperrt auf dem Balkon

On a freezing Sunday morning in Magdeburg, Paul locks himself out on his balcony in his bathrobe, and the only person who hears him is a neighbour he has never spoken to.

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Words to know (12)
  • der Bademantel · bathrobe, dressing gown
  • ins Schloss fallen · to click shut, to slam shut (of a door)
  • der Einzug · moving in
  • der Ersatzschlüssel · spare key
  • sich aussperren · to lock oneself out
  • klappern · to chatter, to rattle
  • die Wäscheleine · washing line
  • herunterlassen · to let down, to lower
  • der Schlüsseldienst · locksmith (service)
  • stricken · to knit
  • die Hebamme · midwife
  • frieren · to be cold, to freeze

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Es war ein kalter Sonntagmorgen im Januar, und Paul Lehmann hatte nur einen Plan: Kaffee trinken, Zeitung lesen und die Wohnung nicht verlassen. Er wohnte im vierten Stock eines Altbaus in Magdeburg-Stadtfeld, allein, seit seine Freundin im Herbst nach Rostock gezogen war. Mit der Kaffeetasse in der Hand und im trat er auf den Balkon, um nachzusehen, ob es geschneit hatte.

Es hatte geschneit. Hinter ihm fiel die Balkontür ins Paul drehte sich um und drückte gegen die Tür, aber sie ging nicht auf. Die Tür war alt und ließ sich von außen nicht öffnen, das hatte ihm der Vermieter schon beim gesagt. Damals hatte Paul gelacht. Jetzt lachte er nicht mehr. Sein Handy lag auf dem Küchentisch, der bei seiner Mutter in Halle.

Zuerst rief er laut „Hallo!“ in den Hof, aber niemand antwortete. Sonntags um acht schliefen alle noch. Nach zwanzig Minuten spürte er seine Füße nicht mehr. Er überlegte, ob er auf den Balkon der Nachbarn klettern könnte, aber der war zwei Meter entfernt, und vier Stockwerke waren ziemlich hoch.

Plötzlich hörte er über sich eine Tür. „Brauchen Sie Hilfe, oder ist das eine neue Sportart?“, fragte eine Frauenstimme. Paul sah nach oben. Auf dem Balkon im fünften Stock stand eine Frau mit einer roten Mütze, die er nur vom Briefkasten kannte. Auf ihrem Namensschild stand „J. Wendt“. „Ich habe mich sagte Paul, und seine Zähne dabei.

Frau Wendt verschwand und kam mit einem Korb zurück, den sie an einer langen festgebunden hatte. Langsam ließ sie ihn Darin lagen ein Paar dicke Wollsocken, eine Thermoskanne mit heißem Tee und ihr Handy. „Den Tee habe ich gerade gemacht“, rief sie. „Rufen Sie den an. Und geben Sie mir die Socken nachher zurück, die hat meine Oma

Der sagte, es würde mindestens eine Stunde dauern. Also blieb Frau Wendt auf ihrem Balkon, und sie unterhielten sich, er unten, sie oben. Sie hieß Jana, war und hatte gerade eine Nachtschicht hinter sich. Paul erzählte ihr von Rostock, von seiner Arbeit als Busfahrer und von der Tür, über die er gelacht hatte. Jana lachte so laut, dass im Haus gegenüber jemand das Fenster zumachte.

Als der Mann vom endlich die Tür öffnete, war Paul fast enttäuscht. Er bezahlte hundertzwanzig Euro, was ihm wehtat, und stellte sich lange unter die heiße Dusche. Danach wusch er die Socken mit der Hand und legte sie zum Trocknen auf die Heizung.

Am Nachmittag stieg er die Treppe in den fünften Stock hinauf, mit den Socken, der Thermoskanne und einem Kuchen vom Bäcker an der Ecke. Jana öffnete die Tür. „Ich wollte mich bedanken“, sagte Paul. „Und ich dachte, diesmal könnten wir uns vielleicht unterhalten, ohne dass einer von uns Jana sah den Kuchen an, dann ihn. „Kommen Sie rein“, sagte sie. „Aber die Balkontür bleibt zu.“

Comprehension check

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1. Why couldn't Paul get back into his flat?

2. What did Frau Wendt send down in the basket?

3. What does Jana do for a living?

4. What does Paul do in the afternoon?