Short story
Der kluge Kühlschrank
Worried that his widowed mother in Ulm isn't eating properly, Markus gives her a smart fridge he can check from his phone, and then it starts ordering very strange things.
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Words to know (12)
- sich Sorgen machen · to worry
- behaupten · to claim
- gewöhnlich · ordinary
- begeistert · thrilled, enthusiastic
- das Hackfleisch · mince, minced meat
- die Maultasche · Swabian filled pasta pocket
- angeblich · supposedly
- beunruhigt · worried, alarmed
- betrügen · to cheat, to swindle
- sich freinehmen · to take time off
- der Herd · stove, cooker
- schlecht werden · to go off, to go bad (food)
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Markus Bauer machte sich um seine Mutter. Ingrid war vierundsiebzig, lebte allein in Ulm-Söflingen und am Telefon immer, dass sie jeden Tag kochte. Markus, der in Hamburg wohnte und als Programmierer arbeitete, glaubte ihr nicht ganz. Deshalb schenkte er ihr zum Geburtstag einen neuen Kühlschrank.
Es war kein Kühlschrank. Er hatte innen eine Kamera, an der Tür einen Bildschirm und sogar eine Stimme. Er merkte, wenn die Milch fast leer war, und bestellte automatisch neue im Supermarkt. Und Markus konnte auf seinem Handy jederzeit sehen, was im Kühlschrank lag. „Damit ich weiß, dass du genug isst“, sagte er. Ingrid nannte den Kühlschrank „Herr Kühl“ und war nicht besonders
In den ersten Wochen lief alles gut. Markus sah Gemüse, Joghurt und Käse. Doch dann begann der Kühlschrank, seltsame Dinge zu bestellen. Zuerst sechs Flaschen Sekt. Dann drei Kilo zwölf Eier und eine riesige Schwarzwälder Kirschtorte. In der nächsten Woche für zehn Personen. Markus rief sofort an. „Mama, ist der Kühlschrank kaputt? Oder kochst du für eine ganze Fußballmannschaft?“
„Der Kühlschrank ist sehr klug“, sagte Ingrid nur. „Er weiß, was ich brauche.“ Dann musste sie schnell weg, weil es an der Tür klingelte. Markus hörte im Hintergrund Stimmen und Gelächter, bevor sie auflegte.
Er versuchte, die Bestellungen über die App zu stoppen, aber jemand hatte das Passwort geändert. Das hatte seine Mutter bestimmt nicht allein geschafft. Jetzt war er wirklich Hatte jemand sie Wohnte vielleicht ein Fremder bei ihr? Am Freitag er sich und fuhr mit dem ICE nach Ulm.
Als er die Wohnungstür aufschloss, roch es nach Zwiebeln und Brühe. In der Küche saßen acht ältere Leute um den großen Tisch, und Ingrid stand am Neben dem Kühlschrank erklärte ein Junge von vielleicht fünfzehn Jahren einer Dame mit Hut, wie man auf dem Bildschirm Fotos ansehen kann. „Das ist Emil von nebenan“, sagte Ingrid. „Er hat mir gezeigt, wie Herr Kühl funktioniert. Das Passwort ist jetzt übrigens der Name meiner ersten Katze.“
Dann erzählte sie, dass sie seit dem Tod von Markus' Vater kaum noch Menschen getroffen hatte. „Für eine Person zu kochen, macht keinen Spaß“, sagte sie. „Aber jetzt bestellt Herr Kühl, und ich muss alles aufessen, bevor es wird. Also lade ich die Nachbarn ein. Jeden Freitag.“ Die Dame mit dem Hut hob lächelnd ihr Sektglas.
Markus wollte eigentlich sagen, dass das alles viel zu teuer war und dass er den Kühlschrank so nicht gemeint hatte. Stattdessen setzte er sich auf den letzten freien Stuhl. Ingrid stellte ihm einen Teller hin. „Siehst du“, sagte sie, „ich esse genug. Du kannst es gern auf deinem Handy kontrollieren.“
Comprehension check
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1. Why did Markus give his mother the fridge?
2. Why couldn't Markus stop the orders?
3. Who is Emil?
4. Why does Ingrid invite her neighbours every Friday?