Short story
Der falsche Dackel
Katrin picks up her dachshund from a dog groomer in Nuremberg, but at home the dog behaves in a very strange way.
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Words to know (12)
- der Dackel · dachshund
- der Wille · will
- bellen · to bark
- die Leine · lead, leash
- wedeln · to wag
- der Schwanz · tail
- die Pfote · paw
- der Fleck · spot, patch
- verzweifelt · desperate
- der Pantoffel · slipper
- tauschen · to swap
- sich grüßen · to say hello to each other
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Katrin Seidel war überzeugt, dass sie ihren Hund besser kannte als jeden Menschen. Bruno war ein neunjähriger mit braunem Fell, kurzen Beinen und einem sehr starken Er fraß nur Rindfleisch, schlief nur in seinem roten Korb und jeden Briefträger an, der in die Straße kam. Am ersten Dienstag jedes Monats brachte Katrin ihn in den Hundesalon „Schnauze“ in Nürnberg-Gostenhof, wo er gebadet und gebürstet wurde.
An einem Dienstag im März holte sie ihn wie immer um fünf Uhr ab. Im Salon war viel los, das Telefon klingelte, und die Besitzerin Jana gab ihr schnell die „Er war heute sehr brav“, sagte sie. Katrin wunderte sich ein bisschen, denn Bruno war beim Hundefriseur noch nie brav gewesen.
Zu Hause wurde es noch seltsamer. Der Hund lief nicht zu seinem roten Korb, sondern sprang sofort auf das Sofa, was Bruno streng verboten war. Das Rindfleisch ließ er stehen. Als der Nachbar mit einem Paket klingelte, er nur freundlich mit dem Und als Katrin „Bruno!“ rief, sah er sie an, als hätte er diesen Namen noch nie gehört.
Katrin setzte sich neben ihn und betrachtete ihn genau. Das Fell war ein bisschen heller, die Ohren waren ein bisschen länger. Auf der linken hatte er einen kleinen weißen den Bruno nie gehabt hatte. „Wer bist du denn?“, fragte sie leise. Der Hund legte den Kopf auf ihr Knie und seufzte zufrieden.
In diesem Moment klingelte das Telefon. Ein Mann mit einer tiefen, etwas Stimme stellte sich als Herr Albrecht vor. „Entschuldigen Sie die Störung“, sagte er, „aber ich glaube, ich habe Ihren Hund. Er hat gerade meine gefressen und seit einer Stunde den Fernseher an. Mein Fritz würde so etwas nie tun.“ Jana hatte ihm Katrins Nummer gegeben, nachdem sie ihren Fehler bemerkt hatte.
Eine halbe Stunde später trafen sie sich im Park. Herr Albrecht war ein großer, älterer Herr mit Hut, und an seiner zog ein sehr wütender Bruno. Als die beiden sich sahen, sie sich kurz an, und dann Katrin und Herr Albrecht die Sie mussten beide lachen. „Fritz ist viel höflicher als Bruno“, sagte Katrin. „Ja, aber Bruno hat mehr Charakter“, antwortete Herr Albrecht.
Sie gingen noch eine Runde zusammen um den Teich, und dann noch eine. Dabei kam heraus, dass Herr Albrecht nur zwei Straßen weiter wohnte und seit dem Tod seiner Frau fast mit niemandem mehr sprach. Katrin, die allein lebte und von zu Hause aus arbeitete, ging es eigentlich nicht viel anders.
Seitdem gingen die vier jeden Abend zusammen spazieren. Einen Monat später fragte Katrin die Besitzerin des Salons, wie so ein Fehler überhaupt hatte passieren können. Jana lächelte nur. „Ein Fehler?“, sagte sie. „Sie kommen beide seit drei Jahren am ersten Dienstag im Monat um fünf, sitzen nebeneinander im Wartezimmer und haben sich noch nie
Comprehension check
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1. What did the dog do at home that Bruno was never allowed to do?
2. How could Katrin see that the dog wasn't Bruno?
3. Why did Herr Albrecht phone Katrin?
4. What does Jana suggest at the end?