Deep End
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Short story

Die Eisschwimmerin

After failing his school-leaving exams, a nineteen-year-old is sent to his grandmother in Klagenfurt, who wakes him at half past six every morning for a very cold reason.

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Words to know (12)
  • durchfallen · to fail (an exam)
  • die Matura · school-leaving exam (Austria, Switzerland)
  • der Tapetenwechsel · change of scene
  • die Semmel · bread roll (Austria, Bavaria)
  • der Steg · jetty, landing stage
  • zögern · to hesitate
  • die Boje · buoy
  • maulen · to grumble, to moan
  • sich etwas antun · to put yourself through something
  • das Handgelenk · wrist
  • der Gips · plaster cast
  • bestehen · to pass (an exam)

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Im Januar, drei Monate nachdem ich bei der war, schickte mich meine Mutter zu meiner Oma nach Klagenfurt. „Nur für ein paar Wochen“, sagte sie. „Du brauchst einen In Wahrheit brauchte sie eine Pause von mir. Ich lag seit Monaten nur noch im Bett, spielte am Handy und redete mit niemandem. Ich war neunzehn und hatte das Gefühl, dass mein Leben schon vorbei war, bevor es richtig angefangen hatte.

Am ersten Morgen weckte mich Oma Hermine um halb sieben. Draußen war es noch dunkel. „Zieh dich warm an“, sagte sie. „Du kommst mit.“ Ich dachte, wir würden holen. Stattdessen fuhren wir zum Strandbad am Wörthersee, das im Winter natürlich geschlossen war. Oma hatte einen Schlüssel für das Tor. Am zog sie ihren Mantel aus. Darunter trug sie einen Badeanzug.

„Oma, das Wasser hat drei Grad!“, rief ich. „Dreieinhalb“, sagte sie und stieg die Leiter hinunter, ohne zu Sie schwamm langsam bis zur und wieder zurück, mit einer Wollmütze auf dem Kopf und einem Lächeln, als läge sie in der Badewanne. Ich stand am hielt das Handtuch und den Tee und fror schon beim Zuschauen.

Von da an weckte sie mich jeden Morgen. Ich aber ich ging mit. Nach einer Woche fragte ich sie, warum sie sich das Sie wickelte sich in ihr Handtuch und dachte nach. „Nachdem dein Opa gestorben war, konnte ich an nichts anderes mehr denken“, sagte sie. „Tag und Nacht. Dann hat mich eine Freundin einmal ins kalte Wasser mitgenommen. Im eiskalten Wasser kannst du nur an eine Sache denken: atmen. Ein und aus. Sonst nichts. Das war die erste Pause seit Monaten.“

Sie erzählte mir auch, dass sie sich für das Eisschwimmen Ende Februar angemeldet hatte, einen kleinen Wettbewerb über fünfzig Meter. Sie trainierte jeden Tag, und ich stoppte ihre Zeit. Ohne es zu merken, stand ich morgens bald schon vor dem Wecker auf.

Zehn Tage vor dem Wettbewerb rutschte Oma auf dem vereisten aus und brach sich das Sie bekam einen bis zum Ellbogen und war zum ersten Mal, seit ich bei ihr wohnte, wirklich traurig. „Ein ganzes Jahr habe ich mich darauf gefreut“, sagte sie leise.

Am nächsten Morgen stand ich um halb sieben allein am Ich zog meine Jacke aus, dann den Pullover, dann alles andere bis auf die Badehose. Das Wasser war wie tausend Nadeln. Ich bekam keine Luft, aber dann hörte ich Omas Stimme in meinem Kopf: Ein und aus. Sonst nichts. Ich schaffte zehn Meter. Am nächsten Tag zwanzig.

Ende Februar stand meine Oma mit und Fahne am Ufer, als ich die fünfzig Meter schwamm. Ich wurde Vorletzter. Sie jubelte trotzdem so laut, als hätte ich eine Goldmedaille gewonnen. Am selben Abend meldete ich mich für die Wiederholung der im Herbst an. Ich habe sie Und jeden Winter, wenn ich nach Klagenfurt fahre, stehen wir beide um halb sieben am

Comprehension check

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1. Why did the narrator go to Klagenfurt?

2. Why did Oma Hermine start swimming in icy water?

3. What happened ten days before the competition?

4. What did the narrator do on the evening of the competition?