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Short story

Der falsche Mozart

Valentin plays the violin in a Mozart costume for tourists in Salzburg, and one elderly lady listens to him every day without ever giving him a cent.

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Words to know (12)
  • die Perücke · wig
  • die Geige · violin
  • sich verbeugen · to bow
  • die Aufnahmeprüfung · entrance exam
  • auswendig können · to know by heart
  • sich ärgern · to be annoyed
  • regnerisch · rainy
  • der Ländler · Ländler (Austrian folk dance tune)
  • beibringen · to teach
  • klatschen · to clap
  • sich verwandeln · to turn into, to transform
  • das Studentenwohnheim · student residence, hall of residence

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Jeden Morgen um zehn setzte Valentin Gruber seine weiße auf, zog einen roten Rock mit goldenen Knöpfen an und stellte sich mit seiner in die Getreidegasse in Salzburg, nicht weit von Mozarts Geburtshaus. Die Touristen liebten ihn. Sie machten Fotos, warfen Münzen in den Geigenkasten und fragten, ob er der echte Mozart war. Valentin sich dann und sagte: „Natürlich.“

In Wahrheit war Valentin vierundzwanzig, kam aus einem Dorf in Oberösterreich und war zweimal bei der am Mozarteum durchgefallen. „Technisch sauber, aber ohne eigene Stimme“, hatte die Kommission geschrieben. Er hatte den Satz so oft gelesen, dass er ihn konnte. Das Geld aus der Getreidegasse reichte für sein Zimmer und für Nudeln. Für mehr nicht.

Seit einigen Wochen stand jeden Tag dieselbe alte Dame vor ihm. Sie trug einen eleganten grauen Mantel, hörte genau eine Viertelstunde zu und ging dann wieder, ohne Geld in den Kasten zu werfen. Valentin sich ein bisschen darüber. Wer so lange zuhörte, konnte doch wenigstens einen Euro geben.

An einem Dienstag, als kaum Touristen unterwegs waren, blieb sie länger. „Sie spielen die Kleine Nachtmusik heute zum elften Mal“, sagte sie. „Ich habe mitgezählt.“ Valentin wurde rot unter seiner „Die Leute wollen das hören.“ „Die Leute vielleicht“, sagte die Dame. „Aber was wollen Sie spielen?“

Valentin wusste keine Antwort. Er dachte lange nach, und dann, weil es regnete und sonst niemand zuhörte, spielte er etwas anderes: einen alten aus seinem Dorf, den ihm sein Großvater hatte, als er sechs war. Er spielte ihn langsam, dann schneller, und irgendwann spielte er Töne, die nicht mehr im waren, sondern nur in seinem Kopf. Als er aufhörte, war er nass bis auf die Haut.

Die alte Dame nicht. Sie nahm eine Karte aus ihrer Handtasche und legte sie in den Geigenkasten, zum ersten Mal. „Melden Sie sich im Frühling noch einmal zur Prüfung an“, sagte sie. „Aber spielen Sie nicht Mozart. Mozart haben wir schon. Spielen Sie das.“ Dann ging sie.

Auf der Karte stand: „Prof. Elisabeth Haslinger, Universität Mozarteum Salzburg“. Valentin kannte den Namen. Er stand unter dem Brief mit dem Satz, den er konnte.

Im Mai bestand er die Prüfung. Er spielte einen der sich langsam in etwas ganz Neues und die Kommission bat ihn, das Stück ein zweites Mal zu spielen. Die hat er übrigens behalten. Sie hängt in seinem Zimmer im über dem Schreibtisch, als Erinnerung.

Comprehension check

0/4 answered

1. What had happened to Valentin at the Mozarteum?

2. Why was Valentin a little annoyed with the old lady?

3. What did Valentin play on the rainy Tuesday?

4. Who was the old lady?