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Short story

Der Hahn von Birkach

A software developer from Berlin moves to a wine village in Franconia for some peace and quiet, but his neighbour's rooster has other plans.

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Words to know (12)
  • der Hahn · rooster, cock
  • krähen · to crow
  • der Weinberg · vineyard
  • die Gemeinde · local council, municipality
  • notfalls · if necessary
  • verklagen · to sue
  • der Winzer · winegrower
  • der Bursche · young man, lad
  • die Kirchweih · village fair (on the church's anniversary)
  • der Streich · prank
  • der Maibaum · maypole
  • die Blaskapelle · brass band

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Florian Brandes war mit seiner Frau aus Berlin nach Birkach gezogen, einem kleinen Weindorf in Unterfranken, weil er endlich Ruhe wollte. Zwölf Jahre lang hatte er in Kreuzberg über einer Bar gewohnt, neben einer Baustelle und einer Feuerwache. Jetzt hatte er ein altes Haus mit Garten, Blick auf die und einen Nachbarn, den er in der ersten Nacht noch nicht kannte: Kasimir.

Kasimir war ein er gehörte dem alten Bauern Georg Kraus, und er jeden Morgen um halb fünf. Nicht einmal, sondern zwanzig Minuten lang, direkt unter Florians Schlafzimmerfenster. Nach einer Woche hatte Florian dunkle Ringe unter den Augen. Nach zwei Wochen klingelte er bei Georg. „Könnte Ihr vielleicht etwas später anfangen?“, fragte er höflich. Der Bauer sah ihn lange an. „Der Kasimir“, sagte er, „ist älter als Ihr Auto. Der hat hier mehr Rechte als Sie.“

Florian schrieb einen Brief an die Dann sprach er mit der Bürgermeisterin. Dann erzählte er im Gasthaus, dass er vor Gericht gehen würde. Das hätte er besser nicht getan. Im ganzen Dorf hieß er bald nur noch „der Berliner, der den Kasimir will“. Wenn er in die Bäckerei kam, wurde es still.

Dann, an einem Dienstag im September, Kasimir nicht. Florian wachte trotzdem um halb fünf auf und lag im Dunkeln, ohne zu verstehen, was fehlte. Am Mittag wusste es das ganze Dorf: Kasimir war verschwunden. Und alle wussten auch, wer es gewesen sein musste. Die Bäckerin verkaufte Florian keine Brötchen mehr, weil sie angeblich ausverkauft waren, obwohl das Regal voll war.

In den nächsten Nächten schlief Florian schlechter als je zuvor. Er wachte immer um halb fünf auf und wartete auf das Krähen, aber es kam nicht. Irgendwann stand er einfach auf und begann zu arbeiten. Zu seiner eigenen Überraschung arbeitete er zwischen fünf und acht Uhr morgens so gut wie noch nie. Er merkte, dass er Kasimir vermisste.

Also suchte er ihn. Er fragte Kinder, Jäger und und am Freitagabend erzählte ihm ein Junge an der Bushaltestelle, dass die aus dem Nachbardorf vor der immer einen spielten. Letztes Jahr hatten sie den gestohlen. Florian fuhr hinüber, lief durch die und hörte es schon von Weitem: Aus einer alten Gartenhütte jemand sehr wütend.

Am Samstag, mitten im Kirchweihfest, als das ganze Dorf vor dem Gasthaus saß, kam Florian mit einem Karton auf dem Fahrrad. Er stellte ihn vor Georg auf den Tisch und öffnete ihn. Kasimir sprang heraus, schüttelte die Federn und so laut, dass die aufhörte zu spielen. Einen Moment war es still. Dann klatschte jemand, und dann klatschten alle.

Georg Kraus stand auf, gab Florian die Hand und schenkte ihm ein Glas Silvaner ein. „Der Berliner“, sagte er laut, damit es alle hörten, „ist in Ordnung.“ Am nächsten Morgen um halb fünf saß Florian schon am Schreibtisch, als Kasimir anfing. Er öffnete das Fenster und machte sich einen Kaffee. Und die Bäckerin hatte plötzlich wieder Brötchen für ihn, sogar die besten, mit Kümmel.

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1. Why did Florian move to Birkach?

2. What did the village think when Kasimir disappeared?

3. What surprised Florian while Kasimir was gone?

4. Where did Florian find Kasimir?