Short story
Omas Schatzsuche
A brother and sister in Graz who haven't spoken for five years learn that their grandmother's house will go to whoever finds her hidden treasure.
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Words to know (12)
- die Beule · dent
- die Beerdigung · funeral
- der Notar · notary
- hinterlassen · to leave (in a will)
- die Bedingung · condition
- der Hinweis · clue
- die Augen verdrehen · to roll one's eyes
- die Spüle · (kitchen) sink
- krumm · crooked, bent
- der Paradeiser · tomato (Austrian)
- graben · to dig
- pleite · bust, broke
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Verena und Florian Kogler hatten seit fünf Jahren nicht mehr miteinander gesprochen. Der Streit hatte mit einem geliehenen Auto und einer angefangen und war mit Worten geendet, die keiner von beiden zurücknehmen wollte. Erst bei der ihrer Großmutter in Graz standen sie wieder nebeneinander, steif und stumm.
Am nächsten Tag saßen sie beim Oma Hilde hatte ihnen ihr kleines Haus mit Garten in Graz-St. Leonhard aber mit einer Der las vor: „Das Haus bekommt, wer meinen Schatz findet. Der erste liegt dort, wo ich jeden Sonntag gesungen habe.“ Verena die Augen. „Typisch Oma“, sagte sie.
Jeder wollte allein suchen. Verena fuhr zur Kirche, weil Oma dort im Chor gewesen war, fand aber nichts. Florian dagegen erinnerte sich, dass Oma sonntags beim Abwasch immer laut gesungen hatte. Unter der hinter den Putzmitteln, klebte ein Umschlag. Darin stand: „Gut gemacht, mein Schatz. Jetzt brauchst du deinen Bruder oder deine Schwester. Wo hat sich Verena als Kind immer versteckt?“
Florian stand lange vor dem Telefon, bevor er Verena anrief. Sie schwieg einen Moment, dann sagte sie: „Im Apfelbaum. Ganz oben, wo der Ast so ist.“ Eine Stunde später kletterte sie, die erfolgreiche Anwältin aus Wien, im eleganten Kostüm auf den alten Baum. In einem Loch im Stamm steckte eine Blechdose mit dem nächsten „Zu zweit es sich leichter. Unter den
Also sie gemeinsam im Gemüsebeet, sie mit einer Schaufel, er mit einem Suppenlöffel, weil es nur eine Schaufel gab. Dabei fingen sie an zu reden, zuerst über Oma, dann über das Auto, dann über alles andere. Florian erzählte, dass er sein Restaurant im Frühling hatte schließen müssen. Verena erzählte, dass sie sich von ihrem Mann getrennt hatte. Keiner von beiden hatte es vom anderen gewusst.
Nach einer halben Stunde stieß Florians Löffel auf etwas Hartes. Es war eine Kiste, gut in Plastik eingepackt. Darin lagen kein Gold und kein Schmuck, sondern ein dickes Heft mit Omas Rezepten, ein Foto von zwei Kindern auf dem Apfelbaum und ein Brief.
„Meine Lieben“, hatte Oma geschrieben, „wenn ihr das lest, habt ihr zusammen Das war mein Plan. Das Haus gehört euch beiden. Florian, die Rezepte sind für dich, auch das vom Apfelstrudel, das ich nie verraten habe. Verena, du passt auf, dass dein Bruder nie wieder zu wenig Geld für sein Essen verlangt.“
Verena musste lachen, und gleichzeitig hatte sie Tränen in den Augen. „Sie hat gewusst, dass dein Restaurant war“, sagte sie. „Oma hat immer alles gewusst“, sagte Florian. Ein halbes Jahr später eröffnete im Erdgeschoss des Hauses ein kleines Café. Es hieß „Bei Hilde“, und die Buchhaltung machte eine Anwältin aus Wien, an jedem zweiten Wochenende.
Comprehension check
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1. How had the quarrel between Verena and Florian started?
2. Where did Florian find the first clue?
3. Why was Florian digging with a soup spoon?
4. What was in the box?