Short story
Der ordentliche Einbrecher
A detective in Bochum investigates a series of break-ins in which nothing is ever stolen, but every flat is left spotlessly clean.
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Words to know (12)
- der Einbruch · break-in, burglary
- im Gegenteil · on the contrary
- bügeln · to iron
- abgelaufen · past its use-by date
- absichtlich · on purpose
- das Verbrechen · crime
- die Gemeinsamkeit · thing in common
- der Schlüsselbund · bunch of keys
- leugnen · to deny
- Anzeige erstatten · to press charges, report to the police
- die Verwarnung · (official) warning
- der Fleck · stain
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Kommissarin Petra Wolanski arbeitete seit zwanzig Jahren bei der Polizei in Bochum und hatte schon viele seltsame Fälle erlebt. Aber so etwas hatte sie noch nie gesehen. Seit Januar hatte es in der Stadt sieben gegeben, alle im selben Viertel, alle am Vormittag. Und in keiner Wohnung fehlte etwas.
Im Die Leute kamen nach Hause und fanden ihre Wohnung sauberer, als sie sie verlassen hatten. Das Geschirr war gespült, die Hemden waren und bei einem Studenten hatte jemand sogar den Kühlschrank geputzt und eine Notiz hinterlassen: „Joghurt seit drei Wochen Die Lokalzeitung schrieb vom „Heinzelmännchen von Bochum“, und manche Leute ließen inzwischen ihr Fenster offen.
Für Petra war es trotzdem ein Jemand ging in fremde Wohnungen, und niemand wusste, wie. Die Türen waren nie kaputt, also musste der Einbrecher Schlüssel haben. Petra verglich die sieben Adressen und fand nur eine Alle Häuser gehörten derselben Wohnungsgesellschaft. Und diese Gesellschaft hatte bis zum letzten Jahr einen eigenen Reinigungsdienst gehabt.
Die Liste der früheren Mitarbeiter war kurz. Ein Name fiel Petra sofort auf: Hildegard Zimmek, 71 Jahre alt, 38 Jahre bei der Firma, im letzten Sommer in Rente gegangen. Petra fuhr zu ihr. Frau Zimmek wohnte in einer winzigen Wohnung, die so sauber war, dass man vom Boden hätte essen können. Auf dem Küchentisch lag ein großer
Frau Zimmek nichts. Sie bot Petra Kaffee an und erzählte. Nach der Rente hatte sie nicht gewusst, was sie mit ihrer Zeit machen sollte. Ihr Mann war tot, die Kinder wohnten in München. Die Schlüssel hatte sie damals einfach vergessen zurückzugeben. „Ich wollte nichts Böses“, sagte sie. „Ich kann nur nicht zusehen, wie die Leute leben. Haben Sie den Kühlschrank von dem Studenten gesehen?“
Petra musste lachen, obwohl sie das eigentlich nicht durfte. Sie nahm die Schlüssel mit und schrieb ihren Bericht. Weil nichts gestohlen worden war und niemand wollte, bekam Frau Zimmek nur eine Der Student schickte ihr sogar eine Dankeskarte.
Aber Petra hatte noch eine Idee. Ein paar Wochen später besuchte sie Frau Zimmek wieder, diesmal mit einem Flyer vom Nachbarschaftszentrum. Dort suchte man jemanden, der jungen Leuten zeigt, wie man einen Haushalt führt: waschen, entfernen. Frau Zimmek las den Flyer zweimal. „Bezahlt?“, fragte sie. „Ein bisschen“, sagte Petra. „Und mit Schlüssel. Ganz offiziell.“
Der Kurs ist inzwischen jede Woche voll. Petra hat ihn übrigens auch besucht. Ihre Kollegen sagen, dass ihre Hemden seitdem viel besser aussehen.
Comprehension check
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1. What was strange about the break-ins?
2. How does Petra find the burglar?
3. Why does Frau Zimmek still have the keys?
4. What does Petra offer Frau Zimmek a few weeks later?