Short story
Ein Sommer auf der Hütte
In her diary, Nadia from Zurich describes a hard summer job in a mountain hut in Graubünden and a stormy night that changes everything.
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Words to know (12)
- der Aufstieg · climb, ascent
- die Hüttenwartin · (female) hut warden
- sich bewerben · to apply (for a job)
- todmüde · dead tired
- schälen · to peel
- der Handyempfang · mobile phone reception
- sich gewöhnen an · to get used to
- das Gewitter · thunderstorm
- die Bergrettung · mountain rescue
- die Stirnlampe · head torch
- zittern · to shiver, to tremble
- sich trauen · to dare
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Montag, 3. Juli. Ich bin endlich da! Die Murtel-Hütte liegt auf 2600 Metern, in Graubünden. Der hat vier Stunden gedauert, mit einem Rucksack, der viel schwerer war, als ich gedacht hatte. Die Frau Casutt, hat mir mein Bett gezeigt: ein schmales Bett unter dem Dach, direkt neben den Gasflaschen. Morgen um fünf Uhr beginnt meine Arbeit. Warum habe ich mich nur für diesen Job
Freitag, 7. Juli. Ich bin Jeden Tag stehe ich um fünf auf, mache Frühstück für sechzig Wanderer, putze die Toiletten, Kartoffeln und wasche Teller. Es gibt keine Dusche, nur kaltes Wasser aus dem Brunnen. Und gibt es nur auf einem Felsen hinter der Hütte. Gestern habe ich dort meiner Mutter geschrieben: „Wenn ich könnte, würde ich sofort nach Hause fahren.“
Sonntag, 16. Juli. Frau Casutt spricht nicht viel. Aber heute Abend hat sie mir zum ersten Mal einen Tee gebracht und sich neben mich auf die Bank gesetzt. Wir haben zusammen den Sonnenuntergang angeschaut. Die Berge wurden erst rosa, dann violett, dann grau. „Daran man sich nie“, hat sie gesagt. Ich glaube, sie hat recht.
Mittwoch, 26. Juli. Was für ein Tag! Am Nachmittag ist ein gekommen, viel früher als erwartet. Ein älterer Wanderer, der am Morgen allein losgegangen war, ist nicht zurückgekommen. Frau Casutt hat die angerufen, aber der Hubschrauber konnte wegen des Nebels nicht fliegen. Also sind wir selbst losgegangen, mit und einer Thermoskanne.
Nach zwei Stunden haben wir ihn gefunden. Er saß unter einem Felsen, nass und aber nicht verletzt. Er hatte den Weg verloren und sich dann nicht mehr weiterzugehen. Ich habe ihm meine Jacke gegeben und ihm Tee eingeschenkt. Auf dem Rückweg hat er die ganze Zeit von seinen Enkeln erzählt. Ich glaube, er wollte nicht zeigen, wie viel Angst er gehabt hatte.
Sonntag, 3. September. Mein letzter Tag. Heute Morgen ist ein Paket für mich gekommen, mit dem Hubschrauber, zusammen mit dem Mehl und dem Bier. Darin waren eine Schachtel Schokolade und eine Karte: „Für die junge Frau, die mir ihre Jacke gegeben hat. Ohne Sie hätte ich meine Enkel vielleicht nie wiedergesehen. Herzlichen Dank, Walter Brunner.“
Frau Casutt hat mich lange angesehen und dann gefragt: „Kommst du nächsten Sommer wieder?“ Vor zwei Monaten hätte ich laut gelacht. Heute habe ich Ja gesagt, ohne nachzudenken. Morgen fahre ich zurück nach Zürich, in meine Wohnung mit Dusche und WLAN. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich die Berge vermissen werde.
Comprehension check
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1. What did Nadia write to her mother in the first week?
2. What happened on 16 July?
3. Why did Nadia and Frau Casutt go out to look for the hiker themselves?
4. How did Nadia answer Frau Casutt's question about next summer?