Deep End
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Short story

Die Bienen auf dem Dach

When the caretaker of a Stuttgart insurance company retires, an accountant agrees to look after his secret beehives on the roof.

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Words to know (12)
  • der Hausmeister · caretaker, janitor
  • der Bienenstock · beehive
  • der Imker · beekeeper
  • jemandem das Herz brechen · to break someone's heart
  • der Schutzanzug · protective suit
  • der Schleier · veil
  • die Wabe · honeycomb
  • der Bienenstich · bee sting
  • der (Bienen)schwarm · swarm (of bees)
  • sich niederlassen · to settle (somewhere)
  • ausgerechnet · of all places / of all things
  • hineinkriechen · to crawl in

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Elif Demir arbeitete seit drei Jahren in der Buchhaltung einer Versicherung in Stuttgart. Ihre Arbeit war ordentlich, ruhig und ein bisschen langweilig. Das Spannendste in ihrem Büro war der Kaffeeautomat, der manchmal statt Kaffee nur heißes Wasser ausgab. Das änderte sich an dem Tag, an dem Herr Kowalski in Rente ging.

Herr Kowalski war der Er war über dreißig Jahre in der Firma gewesen, und nur wenige wussten, dass er auf dem Dach des Gebäudes vier hatte. An seinem letzten Arbeitstag kam er an Elifs Schreibtisch. „Sie haben mir einmal erzählt, dass Ihr Großvater in der Türkei war“, sagte er. „Würden Sie sich um meine Bienen kümmern? Sonst muss ich sie verkaufen, und das würde mir das Herz

Elif hatte als Kind nur zugeschaut, wie ihr Großvater mit den Bienen arbeitete. Trotzdem sagte sie ja, bevor sie richtig nachgedacht hatte. Herr Kowalski gab ihr einen weißen einen und ein dickes Heft mit Notizen. „Das Wichtigste ist, dass Sie ruhig bleiben“, erklärte er. „Bienen merken sofort, wenn jemand Angst hat.“

In den ersten Wochen ging Elif in jeder Mittagspause aufs Dach. Sie las im Heft, kontrollierte die und sprach leise mit den Bienen, so wie es ihr Großvater früher getan hatte. Die Kollegen hielten sie für ein bisschen verrückt. Nur ihr Chef, Dr. Brenner, sagte gar nichts. Er hatte eine Allergie gegen und hatte das Dach noch nie betreten.

An einem warmen Tag im Mai sollte Dr. Brenner der Firmenleitung aus Frankfurt das neue Gebäude zeigen. Alles war vorbereitet. Doch kurz vor zehn Uhr hörte man draußen ein lautes Summen. Ein riesiger hatte sich auf dem Parkplatz in Dr. Brenners Cabrio, das direkt vor dem Haupteingang stand. Das Dach des Autos war offen, und am Lenkrad hing eine dunkle, summende Traube aus Tausenden von Bienen.

Dr. Brenner wurde blass. „Rufen Sie die Feuerwehr!“, rief er. Aber Elif hatte schon ihren angezogen. Sie erinnerte sich an eine Seite in Herrn Kowalskis Heft: „Ein ist nicht gefährlich. Die Bienen suchen nur ein neues Zuhause.“ Mit einem Pappkarton und einer weichen Bürste ging sie langsam zum Auto. Alle Kollegen standen an den Fenstern und sahen zu, und auch die Gäste aus Frankfurt, die gerade aus ihrem Taxi stiegen.

Elif hielt den Karton unter das Lenkrad und schüttelte es einmal kräftig. Der größte Teil der Bienen fiel in den Karton. Sie stellte ihn vorsichtig auf den Boden und wartete, bis auch die letzten Bienen waren, denn die Königin war schon drin. Nach zwanzig Minuten war das Auto leer. Die Gäste aus Frankfurt applaudierten, und Dr. Brenner atmete zum ersten Mal an diesem Morgen tief aus.

Am nächsten Tag lag eine Nachricht auf Elifs Schreibtisch. Die Firmenleitung hatte entschieden, dass die Bienen bleiben durften. Sie wollte sogar Honig mit dem Firmenlogo, als Geschenk für die Kunden. Darunter hatte Dr. Brenner mit der Hand geschrieben: „Danke. Aber bitte sagen Sie Ihren Bienen, dass sie nächstes Mal ein anderes Auto nehmen sollen.“

Comprehension check

0/4 answered

1. Why did Herr Kowalski ask Elif to look after his bees?

2. Why had Dr. Brenner never been on the roof?

3. Where did the swarm settle?

4. What did the management decide?